Mädelsabend im Jugendklub Wustermark

on Freitag, 24 März 2017.

Vor Kurzem nahmen elf Mädchen zwischen 9 und 15 Jahren sowie ehrenamtlich die Grundschullehrerin Charlotte Reschke an einem Mädelsabend mit Übernachtung im Jugendklub Wustermark des HFH e.V. teil. Diese Veranstaltung wurde im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche 2017 unter dem Motto „Frauen MACHT: faire Chancen“ durchgeführt.
Die Jugendbetreuerin Christina Schaefer erfreute sich über das Engagement der Mädchen, die in der Vorbereitung Vorschläge zum Programm äußerten und einige Aktivitäten sogar in Eigenverantwortung selbst organisierten.
 
Im Laufe des Abends kochten sie zusammen, bastelten Freundschaftsbänder, durchspielten das Werwolfspiel und zeigten Teamwork bei einer Etappenjagd. Als Teamleiterin beim Herstellen von Gesichtsmasken war die 15-jährige Angelique verantwortlich. Des Weiteren durften sich alle Mädchen bei einem Tendenzspiel zu Fragestellungen positionieren und wurden dann von einer „Reporterin“, die ein Stift als Mikrofon hielt, interviewt. So erfuhr die Gruppe, dass jede bereits Streit mit der besten Freundin hatte und alle waren sich einig darüber, dass dies vorkommt und normal ist, solange man darüber spricht. Die Mädchen konnten sich auch selbst einschätzen, welche Stärke oder besondere Fähigkeit sie besitzen. Sie nannten z.B. Zeichnen, Spagat oder Kickboxen. Bei denjenigen, die keine eigene Stärke erkannten, wurden die Freundinnen aufgefordert, sie einzuschätzen, sodass z.B. ein besonderer Humor gelobt wurde. Dieses Feedback von anderen wirkte sichtlich bestärkend auf die Mädchen. Zum Thema „Männer- und Frauenberufe“ gaben die Mädchen preis, dass sie sich neben Tanzlehrerin und Fleischereifachangestelle durchaus auch Berufe wie Polizistin, Feuerwehrfrau oder KFZ-Mechanikerin für sich vorstellen können.
Eingekuschelt in Decken sahen die Mädchen zum Abschluss eines aufregenden Abends einen Film und hofften bis zum Ende, dass noch ein Kuss des Liebespaares gezeigt wird, doch leider kam es nicht dazu.
 
 
Nach dem Frühstück beschäftigten sich die Mädchen mit einem „Bechertanz“, bei dem jede auf dem Tisch auf gleiche Weise mit den Bechern jonglierte, sodass ein Rhythmus entstand. In einer kleinen Feedbackrunde resümierte die 10-jährige Francis, dass das Beste am Mädelsabend sei, dass sie neue Freunde gefunden habe. Das ist aus Sicht der Betreuerin ein voller Erfolg, denn es geht bei solchen Veranstaltungen vor allem darum, mit Gleichaltrigen zu kommunizieren, Gruppenerfahrungen zu sammeln und auch neue Kontakte zu knüpfen.
Die Mädchen genossen es, einmal nur unter sich zu sein, um ungestört und offen über das reden zu können, was sie bewegt.
 
Christina Schaefer
Jugendbetreuerin im Jugendklub Wustermark

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